Methodik der Cepello Pilzkarte

So entsteht die Einschätzung einer Pilzregion

Cepello verbindet längerfristige Merkmale eines Lebensraums mit einer kürzeren Wetterlage. Die Karte hilft beim Vergleich von Gebieten. Sie zeigt weder gemeldete Fundpunkte noch aktuell sichtbare Fruchtkörper.

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Geprüft am 23.08.2026

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Statische und aktuelle Daten erfüllen verschiedene Aufgaben

Waldtyp, Relief, Geologie, Boden und Baumarten beschreiben den längerfristigen ökologischen Rahmen eines Gebietes. Regen, Temperatur, Wind und Trockenheit verändern sich dagegen laufend. Cepello behandelt diese Ebenen nicht als gleichwertige Beweise, sondern als Hinweise mit unterschiedlicher zeitlicher Gültigkeit.

Ein geeigneter Lebensraum kann auch bei günstiger Witterung leer bleiben. Umgekehrt macht ein einzelner Regenschauer einen ungeeigneten Standort nicht plötzlich passend. Erst die Überschneidung mehrerer Signale macht einen Vergleich sinnvoller.

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Eine Kartenfläche ist kein Fundpunkt

Jeder Datensatz besitzt eine räumliche Auflösung. Innerhalb derselben Kartenfläche können Kronendach, Hanglage, Bodenverdichtung, Waldnutzung und Feuchtigkeit deutlich wechseln. Die Darstellung ist deshalb eine regionale Einschätzung und keine Beobachtung jedes Quadratmeters.

Ein hoher Wert bedeutet, dass mehrere Hinweise zusammenpassen. Er bedeutet nicht, dass dort ein Pilz wächst. Kleine Mulden, trockene Waldränder, neue Holzschläge oder lokale Zugangsregeln müssen weiterhin vor Ort erkannt werden.

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So wird aus der Karte eine brauchbare Tour

Vergleiche mehrere Gebiete, Höhenstufen und Waldtypen, statt nur die stärkste Farbe anzusteuern. Lege vor der Abfahrt eine Alternative fest und prüfe die kantonalen sowie kommunalen Sammelregeln. Im Wald entscheidet die tatsächliche Bodenfeuchte, Vegetation und Bestandesstruktur.

Auch erfolglose Besuche gehören zu einer ehrlichen Einschätzung. Cepello verspricht deshalb keine Trefferquote und zeigt keine exakten Fundstellen. Die Karte strukturiert die Vorbereitung, ersetzt aber weder Erfahrung noch Beobachtung.

Wetter und Pilzwachstum verstehen →
Quellen & Methode

SwissFungi, WSL · MeteoSchweiz

Offizielle Quellen haben immer Vorrang vor dieser Zusammenfassung.